Stifte für Linkshänder: Griff, Tinte und Auswahl

Stifte für Linkshänder: neutrale oder links geformte Griffe, schnell trocknende Tinte gegen Verwischen und die passenden Modelle für Schule und Alltag.

Anders als bei Schere oder einseitig geschliffenem Messer brauchen Linkshänder bei Stiften meist kein gespiegeltes Werkzeug. Schreiben lässt sich mit fast jedem Stift. Worauf es ankommt, sind die Griffform und, bei Tinte, das Trockenverhalten.

Das Problem sind die Griffmulden

Eine glatte, runde Stiftform liegt in jeder Hand gleich gut. Schwierig wird es bei ergonomisch geformten Stiften, deren Mulden und Vertiefungen für die rechte Hand gedacht sind. In der linken Hand passen diese Vertiefungen nicht zu den Fingern, es entstehen Druckstellen und die Freude am Schreiben leidet. Das gilt besonders bei langen Texten, bei denen die Hand sonst schnell ermüdet.

Für Linkshänder gibt es deshalb zwei gute Wege. Entweder Sie greifen zu neutralen, runden Stiften ohne ausgeprägte Mulden, oder Sie wählen Stifte mit einer Griffzone, die ausdrücklich für die linke Hand gespiegelt ist. Letztere führen die Finger in eine entspannte Haltung, ohne gegen die natürliche Fingerstellung zu arbeiten.

Welcher Stifttyp passt

Bleistift und Buntstift sind für Linkshänder unkompliziert, weil die Mine sofort trocken auf dem Papier liegt und nichts verschmiert. Der Kugelschreiber ist ähnlich gutmütig, seine pastöse Mine trocknet rasch. Kritischer sind Tintenroller und Füller, deren flüssige Tinte erst antrocknen muss. Hier lohnt der Griff zu einem Modell mit schnell trocknender Tinte. So bleibt die Wahl des Stifttyps fast immer eine Frage des Geschmacks, solange Sie das Trockenverhalten im Blick behalten.

Tinte, die nicht verwischt

Beim Schreiben schiebt die linke Hand über das eben Geschriebene. Mit Bleistift oder Buntstift ist das kein Thema, weil hier nichts verwischt. Bei Tinte dagegen kann die Hand frische Buchstaben verschmieren. Ein Tintenroller mit zügig trocknender Tinte, wie ihn etwa das STABILO EASY-System bietet, reduziert das deutlich. Genauso wichtig bleibt die Haltung. Wer die Hand unterhalb der Schreibzeile führt und das Blatt leicht nach rechts dreht, hält die Schrift sauber. Ein kleiner Test im Laden hilft: Schreiben Sie eine Zeile und fahren Sie gleich mit dem Handballen darüber. Bleibt sie sauber, passt die Tinte. Mehr dazu steht im Beitrag zum Schreibenlernen für Linkshänder.

Stifte für Kinder

Beim Schreibenlernen prägt sich die Stifthaltung früh ein, deshalb lohnt hier ein passender Stift besonders. Ergonomische Dreikant-Bleistifte und Buntstifte mit einer Griffmulde für Linkshänder, etwa aus der STABILO EASY-Reihe, geben den Fingern eine klare, lockere Auflage. Eine bruchsichere, leicht austauschbare Mine ist praktisch, weil Schreibanfänger oft stark aufdrücken. Ergänzend gibt es passende Helfer wie Lineale mit gespiegelter Skala und Anspitzer, die sich mit links bequem drehen lassen.

Vom Stift zum Füller

Viele Kinder steigen nach Bleistift und Buntstift auf den Füller um. Hier wird die Händigkeit dann wieder relevanter, weil eine schiebende Feder anders reagiert als eine Mine. Worauf Sie dabei achten sollten, steht beim Füller für Linkshänder. Einen Überblick über das gesamte Sortiment, von der Schere bis zur Schreibunterlage, bietet der Bereich Schreibwaren für Linkshänder.

Radierer, Spitzer und Lineal

Rund um den Stift gibt es weitere Helfer, die Linkshändern den Alltag erleichtern. Ein gut greifender Radierer lässt sich mit links genauso führen wie mit rechts, praktisch ist hier vor allem eine Form, die nicht aus der Hand rutscht. Beim Spitzer hilft ein Modell mit Kurbel oder Dose, das sich in beide Richtungen drehen lässt, denn viele einfache Dosenspitzer sind auf die Drehrichtung der rechten Hand ausgelegt. Lineale mit einer von rechts nach links laufenden oder beidseitigen Skala erleichtern das Messen und Anzeichnen, weil die linke Hand die Skala dann nicht verdeckt. Diese kleinen Anpassungen kosten wenig, summieren sich im Schulalltag aber zu spürbar weniger Frust. Wer das Mäppchen eines linkshändigen Kindes ausstattet, denkt diese Helfer am besten gleich mit. So folgt die Ausstattung von Anfang an der linken Hand, statt gegen sie zu arbeiten. Das Schreiben und das Malen fallen damit leichter, und die Freude daran bleibt erhalten.

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Häufige Fragen

Können Linkshänder mit jedem Stift schreiben?
Grundsätzlich ja. Unangenehm wird es nur bei Stiften mit einer Griffmulde, die für die rechte Hand geformt ist. Diese drückt bei Linkshändern an den falschen Stellen. Neutrale runde Stifte oder Modelle mit einer Griffzone für die linke Hand sind die bessere Wahl.
Welcher Stift verwischt bei Linkshändern am wenigsten?
Bleistifte und Buntstifte verwischen kaum. Bei Tinte hilft ein Tintenroller mit zügig trocknender Tinte, etwa aus dem STABILO EASY-System. Wichtig ist außerdem die Handhaltung unterhalb der Schreibzeile.
Welche Stifte eignen sich für linkshändige Schulkinder?
Ergonomische Dreikant-Bleistifte und Buntstifte mit Griffmulde für Linkshänder, zum Beispiel STABILO EASYgraph oder EASYcolors. Sie führen die Finger in eine lockere Haltung und unterstützen das Schreibenlernen.
Was unterscheidet einen Linkshänder-Stift von einem normalen?
Meist die Griffzone. Bei einem Linkshänder-Stift liegen die Mulden spiegelverkehrt, sodass die Finger der linken Hand entspannt aufliegen. Die Mine selbst ist in der Regel identisch.
Sind Gelroller für Linkshänder geeignet?
Gelroller schreiben weich, ihre Tinte braucht aber länger zum Trocknen und verwischt deshalb leichter. Für Linkshänder eignen sich Modelle mit ausdrücklich schnell trocknender Tinte oder, einfacher, ein Kugelschreiber oder Bleistift.

Quellen