Golfschläger für Linkshänder: Hand ist nicht gleich Schlagseite

Nicht jeder Linkshänder spielt Golf von links. Wie Sie Ihre Schlagseite bestimmen, warum viele Linkshänder rechts spielen und worauf es beim Linkshänder-Set ankommt.

Beim Golf gilt eine wichtige Unterscheidung: Die Schreibhand bestimmt nicht automatisch die Schlagseite. Manche Linkshänder schlagen besser von rechts, andere von links. Hinzu kommt, dass das Angebot an Rechtshänder-Schlägern größer ist, weshalb viele Linkshänder bewusst rechts spielen. Bevor Sie einen Linkshänder-Schläger kaufen, sollten Sie deshalb zuerst Ihre tatsächliche Schlagseite bestimmen.

Warum Hand und Schlagseite auseinanderfallen

Der Golfschwung ist eine beidhändige Bewegung, bei der beide Arme zusammenarbeiten. Welche Seite sich natürlicher anfühlt, hängt davon ab, welche Hand die Bewegung besser führt und welche stützt. Fachleute weisen darauf hin, dass die Händigkeit dabei nicht ausschlaggebend ist. Wer mit links schreibt, kann trotzdem von rechts den runderen Schwung haben, weil die führende Hand dann vorne am Schläger liegt. Das berühmteste Beispiel ist Phil Mickelson, der eigentlich Rechtshänder ist, aber von links spielt, weil er als Kind den Schwung seines Vaters spiegelte. Sein Fall zeigt, dass Schreibhand und Schlagseite zwei verschiedene Dinge sind.

So bestimmen Sie Ihre Schlagseite

Bevor Sie Geld in ein komplettes Set stecken, sollten Sie beide Seiten ausprobieren. Im Fachgeschäft oder bei einer Proberunde lässt sich schnell spüren, mit welcher Haltung der Schwung flüssiger läuft und der Ball sauberer fliegt. Ein günstiges Einsteiger-Set oder Leihschläger helfen, diese Frage ohne großen Aufwand zu klären. Achten Sie weniger darauf, was sich vertraut anfühlt, und mehr darauf, welche Seite den stabileren Treffmoment liefert. Erst wenn die Seite feststeht, lohnt sich die gezielte Anschaffung.

Was einen Linkshänder-Schläger ausmacht

Spielen Sie von links, brauchen Sie spiegelverkehrt gebaute Schläger. Schlägerkopf und Schlagfläche sind dann für den Schwung von der linken Seite ausgerichtet, sodass der Ball sauber getroffen wird. Solche Schläger gibt es für jede Situation, vom Driver über Eisen und Hybrid bis zum Putter. Das Sortiment ist allerdings kleiner als bei Rechtsausführungen, und die Auswahl an Modellen fällt schmaler aus. Wer eine bestimmte Marke oder Sonderform sucht, sollte mit längeren Lieferzeiten rechnen oder den Fachhandel gezielt ansprechen.

Worauf Sie beim Kauf achten

Steht Ihre Schlagseite fest, achten Sie auf eine zu Ihrer Körpergröße passende Schaftlänge und einen Flex, der zu Ihrer Schwunggeschwindigkeit passt. Der Golfhandschuh gehört an die führende Hand, beim Linksspieler also an die rechte. Denken Sie beim Kauf an die passende Seite, damit das Set vollständig ist. Wer noch unsicher ist, beginnt mit einem überschaubaren Set und ergänzt später gezielt einzelne Schläger. So vermeiden Sie einen teuren Fehlkauf in der falschen Schlagrichtung. Achten Sie zusätzlich auf das Griffmaterial, denn ein rutschfester Griff gibt bei jedem Wetter Sicherheit. Und planen Sie ein Budget für Bälle und ein paar Übungsstunden ein, weil diese am Anfang am meisten bringen.

Schaft, Loft und Beratung

Steht die Schlagseite fest, lohnt der Blick auf die technischen Werte. Die Schaftlänge sollte zur Körpergröße passen, der Flex zur Schwunggeschwindigkeit. Ein zu steifer Schaft kostet Weite, ein zu weicher die Kontrolle. Anfänger profitieren von Schlägern mit etwas mehr Loft, weil der Ball dann leichter in die Luft kommt. Wer es genau wissen will, lässt sich im Fachgeschäft vermessen, ein solches Fitting gibt es auch für Linksspieler. Der Gebrauchtmarkt ist für linke Ausführungen kleiner, ein wenig Geduld zahlt sich hier aus. Vergessen Sie über der Ausrüstung nicht das Wichtigste. Gerade am Anfang bringen ein paar Stunden Unterricht mehr als der teuerste Schläger. Eine saubere Technik trägt über Jahre, während sich das Material später jederzeit ergänzen lässt. So investieren Sie als Linkshänder in der richtigen Reihenfolge.

Wie beim Golf entscheidet auch bei anderen Geräten nicht die Schreibhand allein, sondern die tatsächliche Nutzung. Bei der Säge für Linkshänder steht die Sicherheit im Vordergrund, und beim Füller für Linkshänder zählt die Schreibhaltung. Weitere linksgerechte Produkte für Alltag und Hobby finden Sie im Bereich Alltag für Linkshänder.

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Häufige Fragen

Spielt jeder Linkshänder Golf automatisch von links?
Nein. Die Händigkeit gibt die Schlagseite nicht zwingend vor. Manche Linkshänder schlagen besser von rechts, weil die führende Hand dann vorne liegt. Viele spielen auch deshalb rechts, weil das Schlägerangebot größer ist.
Wie finde ich meine Schlagseite heraus?
Probieren Sie beide Seiten aus, am besten bei einer Proberunde oder im Fachgeschäft. Achten Sie darauf, mit welcher Haltung der Schwung runder läuft und der Ball sauberer fliegt. Die natürlich stärkere Führung entscheidet, nicht allein die Schreibhand.
Was ist an einem Linkshänder-Golfschläger anders?
Er ist spiegelverkehrt gebaut. Schlägerkopf und Schlagfläche sind für den Schwung von der linken Seite ausgerichtet. So lässt sich der Abschlag mit der für Sie dominanten Seite ausführen.
Warum spielen viele Linkshänder trotzdem mit Rechtshänder-Schlägern?
Weil das Angebot an Rechtshänder-Schlägern deutlich größer und oft günstiger ist. Ein bekanntes Beispiel ist Phil Mickelson, der eigentlich Rechtshänder ist, aber von links spielt. Das zeigt, dass Hand und Schlagseite nicht dasselbe sind.
Brauche ich als linksspielender Golfer noch weiteres Zubehör?
Der Golfhandschuh wird in der Regel an der führenden Hand getragen, beim Linksspieler also an der rechten. Achten Sie beim Kauf auf die passende Seite, damit das Set vollständig ist.

Quellen