Tastatur für Linkshänder: Nummernblock links nutzen
Eine Tastatur für Linkshänder trägt den Nummernblock links. Wann sich das lohnt, was ein externer Ziffernblock bringt und wie Sie die Maus näher heranrücken.
Die Tastatur ist für Linkshänder kein dramatisches Problem, aber ein unterschätztes. Der eingebaute Nummernblock sitzt fast immer rechts, also genau dort, wo eigentlich die Maus liegen sollte. Eine Tastatur für Linkshänder dreht das um und bringt das Zahlenfeld nach links.
Der Unterschied liegt im Nummernblock
Eine klassische Tastatur ist für Rechtshänder ausgelegt. Das Zahlenfeld auf der rechten Seite ist für die dominante rechte Hand gedacht, und die Maus findet rechts daneben Platz. Für Linkshänder kehrt sich dieser Vorteil ins Gegenteil. Sie bedienen die Maus links, müssen für Zahlen aber quer über die Tastatur greifen oder die schwächere Hand benutzen.
Eine Linkshänder-Tastatur verschiebt den Nummernblock auf die linke Seite. Dadurch tippt die dominante linke Hand die Zahlen, was die Eingabe schneller und weniger ermüdend macht. Besonders deutlich wird das bei der Blindeingabe langer Zahlenkolonnen, wie sie in der Buchhaltung, im Lager oder in der Verwaltung anfällt. Wer dort viel mit Zahlen arbeitet, gewinnt mit dem linken Nummernblock spürbar Tempo und macht zugleich weniger Tippfehler, weil die geübtere Hand führt.
Mehr Platz für die Maus
Ein zweiter, oft übersehener Vorteil betrifft die Maus für Linkshänder. Fehlt rechts das Zahlenfeld, kann die Maus näher an den Körper rücken. Der Arm bleibt entspannter, und Sie strecken sich nicht ständig nach außen. Eine ausladende Tastatur mit rechtem Zahlenfeld zwingt die Maushand dagegen in einen weiten Bogen, was auf Dauer Schulter und Handgelenk belastet. Tastatur und Maus ergeben so erst zusammen ein stimmiges Setup. Wer sein gesamtes PC-Zubehör für Linkshänder einrichtet, sollte beide Geräte gemeinsam denken.
Externer Nummernblock als Alternative
Echte Linkshänder-Tastaturen sind eine Nische und werden nur in kleinen Stückzahlen gefertigt, weshalb sie meist teurer sind. Eine günstigere Lösung ist eine kompakte Tastatur ohne Zahlenfeld, kombiniert mit einem separaten Nummernblock, den Sie einfach links danebenstellen. Diese Variante ist flexibel und lässt sich jederzeit umräumen. Sie hat aber einen Haken. Der externe Block ist in der Regel im rechtshändigen Layout aufgebaut, bei dem die Tastenreihen für die rechte Hand sortiert sind. Ideal wäre ein für Linkshänder gespiegeltes Zahlenfeld, das es nur selten gibt. Für viele genügt der normale Block trotzdem, weil schon die Lage links den größeren Teil des Vorteils bringt.
Laptop und kompakte Tastaturen
An Notebooks stellt sich die Frage neu, denn die meisten Laptops haben gar kein separates Zahlenfeld. Hier sind Linkshänder sogar im Vorteil, weil keine Maushand über einen Block hinweg muss. Wer am Laptop dennoch viele Zahlen eingibt, ergänzt einen kleinen USB-Nummernblock auf der linken Seite. Auch eine kompakte externe Tastatur im sogenannten TKL-Format, also ohne Zahlenfeld, schafft auf dem Schreibtisch Platz und lässt die Maus näher heranrücken.
Wann sich der Kauf lohnt
Geben Sie selten Zahlen ein und schreiben vor allem Text, reicht eine kompakte Tastatur mit links platzierter Maus völlig aus. Den eingebauten linken Nummernblock brauchen vor allem jene, die täglich mit Zahlen hantieren. In diesem Fall amortisiert sich der höhere Preis schnell über die gewonnene Geschwindigkeit und die entspanntere Haltung. Prüfen Sie vor dem Kauf, ob das Modell die gewohnte Beschriftung und Tastengröße bietet, damit die Umgewöhnung leichtfällt.
Umgewöhnung und Tastengefühl
Der Wechsel auf einen linken Nummernblock braucht eine kurze Eingewöhnung, weil die Finger die Tasten erst neu verorten müssen. Nach wenigen Tagen sitzt der Griff meist von selbst, und der Tempogewinn macht sich bemerkbar. Hilfreich ist, in dieser Phase bewusst blind zu tippen, statt auf die Tasten zu schauen. Ob die Tastatur mechanische oder flache Tasten hat, ist eine Frage des persönlichen Geschmacks und hat mit der Händigkeit nichts zu tun. Achten Sie eher auf eine vertraute Tastengröße und eine klare Beschriftung, damit der Umstieg leichtfällt. Wer von einer gewöhnlichen Tastatur kommt, sollte zudem prüfen, ob die Sonderzeichen und die Eingabetaste an den gewohnten Stellen liegen. So bleibt nur der Nummernblock neu, während der Rest der Tastatur sich anfühlt wie bisher.
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